Miguel Molero-Eichwein: Drei Jahrzehnte Landesspitze
SCHLESWIG Boren Drei deutsche Meistertitel in seiner neuern Altersklasse M 50 hat er bereits vor seinem Geburtstag gewonnen, aber nun macht er das halbe Jahrhundert auch tatsächlich voll. Am Donnerstag wird Miguel Molero-Eichwein 50 Jahre alt. Der Langstreckler von Spiridon Schleswig gehört seit über drei Jahrzehnten nahezu ununterbrochen zur schleswig-holsteinischen Landesspitze der Mittel- und Langstreckenläufer.
Während etliche seiner Mitstreiter, mit denen er in den 1990er-Jahren um Titel und Siege kämpfte, längst wieder kürzer treten, stellt sich Molero-Eichwein dem Vergleich mit den nächsten schnellen Läufergenerationen. Dabei beweist er immer wieder, dass es auch heute auch unter den jüngeren Athleten nur wenige zwischen Nord- und Ostsee gibt, die dem Schleswiger davonlaufen können. Egal ob auf der Bahn, beim Cross oder auf der Straße - Molero-Eichwein imponiert immer wieder mit Tempohärte und Ausdauer. Der Jubilat, der vier Kinder im Alter von fünf bis 22 Jahre hat und seit drei Jahren auch schon Großvater ist, baut mit Disziplin und Timing sein Trainingspensum zwischen Familie und Beruf ein. Als sein Vater José Molero-Membrilla nach seiner früheren Radsportkarriere und rund 20 Jahren Sportpause in den 1980er-Jahren das Laufen für sich entdeckte, begleitete ihn auch Miguel Molero-Eichwein zu den Wettkämpfen und schnell zeigte sich sein Talent.
Bereits als 18-Jähriger lief er seinen ersten Marathon und wurde im damals noch grünen Trikot von Spiridon zu einem der schnellsten Männer im Land. Seine Marathonbestmarke aus dem Jahr 1993 liegt bei 2:32:48 Stunden und den Halbmarathon lief er zu seinen besten Zeiten in 1:10:39 Stunden (2000). Im Vorjahr lief er als 49-Jähriger immer noch 2:11:25 über 21,0975 km und war damit der drittschnellste Mann im nördlichsten Bundesland.
Die M-50-Landesrekorde auf der Straße über 10 km (32:16 Min.() und im Halbmarathon (1:12:30 Std.) unterbot er gleich bei der ersten Gelegenheit. Auch der Marathon-Landesrekord des Boreners Michael Wittig (2:34:36 Std.) und die Bestmarken auf der Bahn dürften bald ins Wanken kommen, wenn Molero-Eichwein diese Strecken angeht.