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25 Jahre Spiridon

1. Oktober 1979

 

 

Im Herbst 1979 setzten sich 7 Männer und 2 Frauen hin, um einen Laufverein zu gründen. 9 Leute also. Es hätten auch gerne 10 sein dürfen, aber  Horst Hansen war beruflich gerade in Frankfurt. So gehört er also – ganz korrekt – nicht zu den Gründungsmitgliedern, er stieß erst 1 Monat später hinzu.

Zweck des Vereins war die Förderung und aktive Betreibung der Leichtathletik, insbesondere des Mittel- und Langstreckenlaufs. Dieser Zweck sollte durch möglichst intensive Trainings- und Wettkampfarbeit erreicht werden.

 

1 Jahr nach der Gründung richtete Spiridon seinen ersten Wettkampf aus. Im Tiergarten fand ein Cross- und Waldlauf statt, mittlerweile ein Laufklassiker.

 

Der Vorstand der 1. Stunde war damals schon nicht mehr im Amt. Und schon bei den nächsten Wahlen gab es einen erneut einen Wechsel, Walter Clasen kam ins Amt, Horst Hansen wurde sein Vertreter.

 

Im Jahr seines Amtsantritts begann Walter zusammen mit Georges Masloff, Sportabzeichen abzunehmen – eine Aufgabe, die allerdings bald andere übernehmen sollten, vor allem Erika Reimer, die nach wie vor federführend dabei ist, schon seit 1997 einen Nachfolger anmahnt, aber eigentlich gar nicht aufhören will.

 

1985 wurde ein anderer Laufklassiker geboren: Der Schleswiger Stadtlauf. Eigentlich war es eine Idee der AOK – ein Wettlauf zum 100-jährigen Bestehen der Krankenkasse. Gestartet wurde auf dem Rathausplatz, dann ging es durch die Innenstadt,  die Flensburger Straße hinauf. Von der Langseestraße bis zur Pionierstraße wurden etwas außerhalb der bewohnten Ortschaft Kilometer gefressen. Vor dem Ziel auf den Königswiesen wurden die Läufer für ihre Strapazen entschädigt durch den kleinen Schlenker am St.-Johannis-Kloster entlang und über den Holm.

 

6 Teilnehmer waren sogar aus Schweden angereist. Walter hatte nicht nur zu einem Göteburger, sondern später auch zu einen saarländischen Verein gute Beziehungen aufgebaut.

 

Anfangs war von Hand ausgewertet worden, die Urkunden wurden mit der Schreibmaschine geschrieben. Schreibmaschine im VW-Bus - beim Cross im November eine kalte Angelegenheit. Bei der Auswertung des 1. Schleswiger Stadtlaufs kam erstmals ein Computer zum Einsatz. 

 

Die Geschichte des Stadtlaufs hätte schon nach 8 Veranstaltungen zu Ende sein können: Mit  4 : 0 Stimmen beschloss der Vorstand im Januar1993, wegen Helfermangel keinen Lauf mehr auszurichten – z.B. wollten 12 Vereinsmitglieder am vorgesehenen Tag an den Marathon-Meisterschaften in Hannover teilnehmen. Die Mitgliederversammlung wollte ihren Stadtlauf jedoch behalten.

 

In diesen Jahren war der Verein in der Jugendarbeit sehr aktiv. 1987 gab man sich eine Jugendordnung, nachdem bereits 1984 Martina Doczekala zur Jugendwartin gewählt worden war. Aber auch der Vorsitzende selbst war in der Jugendarbeit stark engagiert. Ganz besonders nahm Walter sich des  Spitzen-Sportlers André Green an.

 

Zeitweilig gehörten unserem Verein über 100 Mitglieder an: 1987 zählt der Verein 15 Triathleten. Bereits 1 Jahr später veranstaltete Spiridon den 1. Wiking-Triathon.

 

1993, nach 10 Jahren als 1. Vorsitzender, gab Walter Clasen sein Amt aus gesundheitlichen Gründen ab. Es war schwer, einen Nachfolger zu finden. Walter hat große Fußabdrücke hinterlassen, in die keiner hinein treten wollte. Schließlich erklärte Horst Hansen sich bereit, dieses Amt zu übernehmen.

 

Horst tat sich besonders in der Organisation von Wettkämpfen hervor. Zweimal holte er die Cross-Landesmeisterschaft nach Schleswig.

 

Aufgrund eines Sportunfalls konnte er bald seinen Sport nicht mehr ausüben. Trotzdem führte er den Verein weiter, bis er 2001 nicht mehr für den Vorstand kandidierte und das Amt an Claus Reusch abgab. Dennoch behielt er sein großes Arbeitspensum bei. Für seine Arbeit erhielt er deshalb im Jahr darauf die Ehrennadel des Kreissportverbandes, wir wählten ihn ein Jahr später zum Ehrenvorsitzenden.

 

Im Sommer 2002 machte der grüne Läufer in Schleswig Wahlkampf; man war daher an Spiridon herangetreten, ob wir für den Außenminister einen 10-km-Lauf organisieren könnten. Wir konnten. Aus Sicherheitsgründen musste die Lauftreff-Strecke ein wenig verändert werden, aber dennoch konnten wir Joschka Fischer und etlichen anderen Läufern unseren Wald mit seinen schönen und anspruchsvollen Passagen zeigen.

 

Im Frühling 2004 knüpfte Wolfgang Fauck den Kontakt zum NDR. Petra Wanitschka kam mit dem Übertragungswagen nach Schleswig, und in einer einstündigen Sendung wurde in der Welle Nord über unseren Verein berichtet.

 

In 25 Jahren wurde mancher Sportler für herausragende Leistungen geehrt.  Zum Beispiel wurde Helga Tollknäpper nicht nur für die eigenen Leistungen mit Kreisrekord und Platzierungen in der Landes- und Kreisbestenliste geehrt, sondern auch weil sie ihre 3 Kinder so erfolgreich für den Sport begeistern konnte. Insbesondere José Molero-Membrilla konnte so manchen Blumenstrauß mit nach Hause nehmen.

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